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Veröffentlicht am: 21.09.2020

Tubeless Dichtmilch von Stan´s Notubes im Test: Tubolito ade?

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Über einen langen Zeitraum konnte ich superleichte und stabile Schläuche von Tubolito testen, die besonders pannensicher sein sollen. Insgesamt konnte ich ein positives Resümee ziehen: Weniger Durchschläge, geringes Gewicht und einfach besser als traditionelle Fahrradschläuche aus Butyl. Allerdings gibt es weiterhin ein nicht unwesentliches Risiko, viele der unzähligen Dornenarten im Schlauch zu versenken. In vielen Fällen versagt auch hier der kostspielige Schlauch von Tubolito. Diese Probleme gibt es ja bekanntlich bei einem Tubeless-Setup nicht.

Hier kommt die Dichtmilch von Stan´s Notubes ins Spiel, die für nahezu pannensicheren Spaß auf dem Trail und der Straße sorgen soll.

Warum Tubeless?

Bei dem Thema Tubeless scheiden sich die Geister. Allerdings liegen die Vorteile klar auf der Hand: nahezu pannensicher, geringeres Gewicht, niedriger Luftdruck möglich und damit weniger Rollwiderstand. Die Handhabung ist wirklich erstaunlich einfach. Besonders dann, wenn von Werk an die Laufräder für das Tubeless-Setup vorbereitet sind. Das heißt, Felgenband und Ventil sind bereits installiert und ein Tubeless-Reifen ist auf der Felge montiert.

Tubeless-System montieren und Stan´s Notubes Dichtmilch einfüllen

In den letzten Jahren war ich mit Schlauch im Reifen unterwegs. Daher musste ich ein paar wenige Handgriffe vornehmen und mein Setup umstellen. Genauer gesagt: Felgen säubern, Felgenband einkleben und Ventil montieren. Da ich Felgen von Mavic verwende, habe ich mich an deren Montage-Hinweise gehalten. In meinem Fall wird kein Kompressor für die Umstellung auf Tubeless benötigt.

1008-image - Mavic Tubeless Ventil

Vorab habe ich den Reifen auf die Felge gezogen. Danach mit einer normalen Luftpumpe und schnellen Pumpstößen bis ca. 2.5 Bar aufgepumpt. Der Reifen ist dann komplett in die Felge gesprungen. Anschließend wurde die Luft wieder abgelassen, der Ventileinsatz entfernt, und die Stan´s Notubes Dichtmilich über das Ventil in den Reifen gefüllt. Zu guter Letzt wird der Reifen bis zum gewünschten Luftdruck aufgepumpt und das Rad montiert. Der Reifen sollte ein paarmal rotieren, damit sich die Dichtmilch überall gut verteilt. Alles in allem ist die Umstellung auf Tubeless supereinfach und schnell erledigt.

1009-image - Befüllung der Stan´s Notubes Dichtmilch mit einer Spritze

Auf dem Trail

Nach den ersten Metern ohne Schlauch merkt man sofort: Der Reifen rollt leichter und bietet auf dem Trail mehr Grip und Komfort. Mit Schlauch im Reifen und einem Luftdruck unter 1.5 Bar, fährt man mit einem mulmigen Gefühl und hofft auf eine pannenfreie Fahrt. Mit Dichtmilch im Reifen bin ich gelassener geworden und verlasse mich auf Stan´s Notubes. Tatsächlich sind seit der Umstellung auf Tubeless keinerlei Probleme aufgetreten. Der Luftdruck bleibt konstant und kleine Durchstiche werden nach wenigen Umdrehungen zuverlässig verschlossen. Die Dichtmilch hält, was sie verspricht.

Fazit: Tubeless Dichtmilch von Stan´s Notubes

In Sachen Tubeless bin ich definitiv ein Spätzünder, kann aber in jedem Fall sagen: Es lohnt sich! Fahrradschläuche werden in die Satteltasche verbannt und finden nur noch als Backup Verwendung. Spürbar besseres Rollverhalten, weniger Pannenanfälligkeit und geringes Gewicht - für mich liegen die Vorteile klar auf der Hand.

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author-avaÜber Karsten

Ich bin süchtig nach Bikes, Pedalumdrehungen und sportlichen Herausforderungen. Wenn ich nicht hier auf dieser Website blogge, verbringe ich so viel Zeit wie nur möglich im Sattel. Ich fühle mich in den Bergen wohl und erklimme auf dem Rennrad, Gravel- oder Mountainbike steile Anstiege.