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Mountainbike // Parts

Ergon SM Pro Mountainbike-Sattel im Test

Veröffentlicht am: 08. Juni 2020
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In den letzten 3 Jahrzehnten hat sich in der Fahrradindustrie viel getan. Die Zeiten, in denen Verspannungen und Schmerzen als notwendiges Übel eingestuft wurden, sind schon lange vorbei. In den letzten Jahren spürt man einen deutlichen Trend hin zu mehr Komfort und ergonomischen Konzepten. Ergon präsentierte auf der Eurobike einige neue Produkte für die kommende Fahrrad-Saison. Darunter die überarbeitete Ergon SM-Serie. Ein für Marathon- und Cross-Country-Fahrer optimierter Sattel, der Druckentlastungen an den entscheidenden Stellen verspricht.

Der Sattel wurde in Zusammenarbeit mit Sportwissenschaftlern, bekannten Weltcupteilnehmern und Marathonprofis entwickelt. Das verspricht Praxiserfahrung aus erster Hand.

Die Besonderheiten

Wie bei allen Ergon Produkten steht die Vorbeugung von Sitzbeschwerden und das ergonomische Konzept im Vordergrund. Der Fokus wurde beim SM Pro Sattel auf den sensiblen Dammbereich gelegt, der durch die Vertiefung in der Sattelmitte bestmöglich entlastet werden soll. OrthoCell Einlagen im Inneren des Sattels sorgen für eine ausgeglichene Druckverteilung.

Der SM-Pro ist mit 235 g der leichteste der SM-Serie. Das liegt vor allem an dem Edelstahlgestell (TiNox), dass bei der günstigsten Variante (SM Sport) hingegen aus Stahl besteht.

708-image - Ergon SM Pro Mountainbike-Sattel: Ansicht Heck

Wer schon einmal einem zu schmalen Sattel verwendet hat, kennt das Problem. Im Uphill ist von einem effektiven Pedalierverhalten wenig zu spüren, es zwickt, drückt und der Allerwerteste tut weh. Ergon bietet daher den SM-Pro in zwei unterschiedlichen Größen an: S/M (Sitzknochenabstand: 9 - 12 cm) sowie M/L (Sitzknochenabstand: 12-16 cm). Die richtige Größe kann man entweder beim Fachhändler, der über ein entsprechendes Messgerät verfügt, mit dem "Saddle Selector" von Ergon oder mit einem Stück Wellpappe ermitteln.

Die Wellpappen-Variante geht, wenn kein Messgerät zur Verfügung steht, am schnellsten. Einfach die Pappe auf eine glatte Oberfläche legen, draufsetzen, darauf achten, dass man aufrecht sitzt - die Füße sollten außerdem leicht erhöht sein. Anschließend den Abstand zwischen den Abdrücken, die durch die Sitzknochen entstanden sind, vermessen.

709-image - Ergon SM Pro Mountainbike-Sattel: Ansicht vorn

In der Praxis

Ob das Konzept von Ergon aufgeht, lässt sich am besten mit reichlich Höhenmetern und einem ordentlichen Intervalltraining herausfinden. Bevor ich in den Genuss von flowigen Waldtrails komme, warten auf mich fast 400 Höhenmeter, die es zu bewältigen gilt. Durch das abgeflachte Heck rutsche ich nicht ungewollt nach hinten und der Sattel verschafft mir reichlich Bewegungsfreiheit, was das Pedalieren effizienter macht. Durch den Entlastungskanal verspüre ich tatsächlich wesentlich weniger Druck im Dammbereich. Genauer gesagt, spüre ich überhaupt keinen Druck. Bei meinem bisherigen Sattel war das anders - das ist also eine deutliche Verbesserung.

710-image - 709-image - Ergon SM Pro Mountainbike-Sattel: Abgeflachte Kanten

Die abgeflachten Seiten machen sich bei schnellen Positionswechseln und im Downhill, wenn ich meinen Körper weit nach hinten bewege, bemerkbar. Grundsätzlich kann ich sagen, dass man auf dem Sattel sehr komfortabel sitzt. Auch bei nässe zeigt sich, Ergon hat bei der Auswahl des Obermaterials alles richtig gemacht - kein verrutschen.

Nettes Gimmick: Für Topeak Satteltaschen ist bereits eine Schraube zur Befestigung integriert. Außerdem liegt ein QuickClick Adapter bei.

Fazit: Ergon SM Pro Mountainbike-Sattel

Ergon kombiniert zeitgemäße ergonomische Konzepte mit hochwertigen Materialien und schafft damit einen der besten Sättel, die ich bisher fahren durfte. In meinem Fall konnte ich eine deutliche Verbesserung zu herkömmlichen Sätteln feststellen und bin daher überzeugt, da gibt es nichts Besseres.

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author-ava Über Karsten

Ich bin Karsten, ein Fahrrad-Enthusiast und Freund von naturbelassenen Trails und Waldwegen. Wenn ich nicht hier auf dieser Website blogge, verbringe ich so viel Zeit, wie nur möglich, auf dem Fahrrad. Als multidisziplinärer Radfahrer nehme ich an Straßen- und Mountainbike-Rennen teil.